Blues Lick

 

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Münchner Merkur

 

CD-Rezension 2009

Monstermäßige Zeitkritik und Selbstironie

CD-Präsentation und Konzert mit „Blues Lick“ und „Schorsch und de Bagasch“ im Hinterhalt

 

Er gilt als einer der besten Songschreiber in der bayerischen Musikszene:Am Freitag, 24. April, spielt Helmut Licklederer, kurz Lick genannt, mit seiner Band „Blues Lick“ im Geltinger Hinterhalt. Dabei wird die neue CD „Frankensteins Jünger“ vorgestellt.

Gelting- Schon bei den ersten Takten geht es gleich mit einem jähen Gitarrenaufschrei direkt hinein in Frankensteins-Monsterwerkstatt von heute. Wieder sind Anhänger der Kunst des Menschenschaffens am Werk. Dass dies keine triviale und weit her geholte Gruselgeschichte ist, macht der bayerische Singer-/Songwriter Lick und seine Band „Blues Lick“ im Titelsong ihrer neuen CD „Frankensteins Jünger“ deutlich. Wer beim Refrain des Liedes genau hinhört, dem wird bald das brisante Thema klar, das sich hinter der Monster-Metapher versteckt: „Frankensteins Jünger forschen heit wieder, basteln an de Gene, verpflanzen Glieda. Zum Woi der Menschheit, dass ma gsund bleibm und lang leben – es soi aber scho wieda Monster gebn.“

Man darf also gespannt sein, was es noch in den folgenden zehn Songs auf der neuen Compact-Disc zu hören gibt. Lick, der mit gebürtigem Namen Helmut Licklederer heißt und in Ingolstadt lebt, gilt in der bayerischen Musikszene als einer der besten Songschreiber. Seine gepfefferten Satiren handeln gerne von Sonderlingen, Spinnern und Nerven-sägen. Wie etwa der Song vom „Drei Promille Karl“, der vom armen Säufer erzählt, mit dem keiner was zu tun haben will. Ein anderer, der „Kamikaze“ ist einer „der net sauft und raucht“, dafür ohne Hirn und Verstand aufs Gaspedal steigt. Dem „Geist des Blues“, einem falschen Schmarotzer, ist Lick auf den Leim gegangen. Auch an Selbstironie spart der Musiker nicht in seinem sprachlichen Karikaturen-Schatz.

Gute Texte sind die eine Seite des Musikers, die andere ist der gut gemachte Sound mit seiner Band „Blues Lick“. Dazu gehören der Gitarrist Matthias Inderst, der Schlagzeuger Raimund Liebhaber und der Bassist Klaus Jirges. Blues bleibt der rote Faden, dessen charakteristische Elemente auf der neuen CD „Frankensteins Jünger“ immer wieder auftauchen. Doch springt die Band mit ihrer Musik auch gerne in den Genres herum. So wird mal der Rhythm & Blues zum Rocksound, der Boogie gefolgt von einer langsamen Ballade und der echte schwermütige Delta-Blues zum kunstvollen Shuffle-Rhythmus. Die Musik geht ins Gefühl und erzeugt Bilder. Wer etwas genauer auf die Musik im Blues „My Babe She`s Gone achtet, der kann ein altes, farbiges Farmer-Ehepaar vor dem inneren Auge sehen, wie es auf ihrer Veranda sitzt. Er macht Musik, sie schaukelt im Stuhl. Die Kleidung ist alt und zerschlissen. Ihr Leben war hart, nur die Musik entschädigt für alles.

Andrea Weber

 

 

2008

Frankensteins Jünger
(Mundart Ageh, 64:34)

Blues Lick aus Ingolstadt machen Mundart-Blues. Chef Helmut Licklederer oder Lick, wie er sich nennt, und seine Mannen bieten eine Mischung aus Shuffles, Boogies und Americana-Musik mit "bayrischen Lyrics", wie das Infoblatt zur CD vermeldet. Thematisch hat man einiges zu sagen. Da geht es natürlich um enttäuschte Liebe und verlassene Männer sowie Frauen, aber auch um den Blues als solchen, Rauschmittel und typisch deutsche Themen wie der Angst vor Forschung und Entwicklung, aufgemacht in zwei Analogien in Form der Doktoren Frankenstein und Faust, die beide besungen werden. In einem Land, wo aus ethisch-ideologischen Gründen Penicillin heutzutage vermutlich keine Zulassung mehr bekäme, wird das sicherlich gut ankommen. Und in dem amüsanten Lied "Der Geist des Blues", in welchem ein fieser Geist der Volksmusik und des Schlagers den armen Musiker betrügt und nur auf seinen eigenen Vorteil schaut, so wie auch die Menschen, die immer dreister und schlechter würden, gibt es ordentlich einen mit der Moralklatsche. Solange die Welt immer und immer wieder so bewertet und besungen wird, braucht es uns um den deutschen Blues nicht bange zu sein. Und um die Linke auch nicht.

 (Thomas Ritter)

 

 

Blues Lick präsentiert neue CD

Donau Kurier, Karl Leitner

Ingolstadt (Donau Kurier) Nachdem sie die Songs der neuen CD „Frankensteins Jünger“ der Ingolstädter Band Blues Lick in der Neuen Welt gerade in der Live-Version genossen hatten, wollten viele Zuhörer die CD auch mit nach Hause nehmen. Das ist nicht immer so, wenn jemand einen Tonträger nach dem Konzert zum Kauf anbietet, aber dennoch nicht weiter verwunderlich, denn in diesem speziellen Fall ist nicht nur die Konserve eine mehr als gelungene Angelegenheit, sondern auch deren Bühnenfassung.

Helmut „Lick“ Licklederer führt auf seine unverwechselbare, humorvolle und gleichzeitig geistreiche Art durch das Programm, erzählt kleine Geschichten zu Songs wie „Route 66“ und „Der Geist des Blues“ und erläutert mit trockenem Witz, was es mit kompositorisch thematisierten Nervensägen wie dem „Kamikaze“, dem „Drei-Promille-Karl“ und der unverwüstlichen „Henriette“ auf sich hat.

Und stellt ganz nebenbei mit Matthias Inderst an der Gitarre, Raimund Liebhaber an den Drums und Klaus Jirges am Bass auch gleich noch eine der besten – wenn nicht die beste – Bluesband auf die Bühne, die man in der Region derzeit hören kann.

Die beiden Schlüsselsongs „Frankensteins Jünger“ und „Dr. Faust“ sind die originellsten im Programm, weil sie Texte transportieren, die im Blues völlig unüblich sind. Was im Hinblick auf ihren satirischen Gehalt natürlich auch für den Rest gilt, etwa für „Sie is ganga“, was man der besungenen Dame nach Abhören des Textes auch nicht verübeln kann, oder „My Babe She`s Gone“ worüber andererseits wiederum der Verlassene herzlich froh sein kann. Auf diese und ähnliche Weise unterläuft der Lick immer wieder die im Klischee verhaftete Erwartungshaltung des klassischen Blues-Publikums und benutzt diese Musikform für seine spezielle Art von Humor. Hier schimmert sein Zweitberuf als Liedermacher durch, bei dessen Texten man nie ganz sicher sein kann, wie viel Autobiografisches verwendet wurde.

                                                                                               Ingolstadt, Dez. 2007

 

 

„Frankensteins Jünger“: Neue CD von Blues Lick

 

Um Missverständnisse gar nicht erst aufkommen zu lassen: Helmut „Lick“ Licklederer, der Singer/Songwriter und Bluessänger aus Ingolstadt, sieht seinen geliebten und als musikalisches Transportmittel bevorzugten Blues selbst ganz und gar nicht mit den Augen des Satirikers. Nein, die Musik an sich nimmt er ebenso ernst wie auch die Texte. Die freilich offenbaren sehr schnell, dass er vom inhaltlichen Ansatz sehr wohl Satiriker ist. Der „Lick“ kombiniert lediglich diese beiden Ausdrucksformen, wobei „lediglich“ schon wieder fast missverständlich wäre, tut dies doch außer dem „Lick“ bundesweit so ziemlich niemand und unter Verwendung der bayerischen Sprache schon gleich gar keiner.

Mit „Frankensteins Jünger“ liegt nun eine weitere CD von ihm vor, die erste, die über einen großen Vertrieb in der ganzen Republik zu haben ist. Das ist nicht nur logistisch ein großer Sprung für ihn, sondern zeigt auch die Reputation, die der „Lick“ mittlerweile genießt. Matthias Inderst (Gitarre), Klaus Jirges (Bass) und Raimund Liebhaber (Drums) sorgen für den für „Blues Lick“ typischen staubtrockenen, knackigen und am Rootsblues orientierten Sound, er selber an der Rhythmusgitarre und natürlich mit seiner unverkennbaren, rauen und ausdrucksstarken Stimme dafür, dass die Texte auch wirklich stilecht auf den Hörer herniedergehen.

Selbige haben es wahrlich in sich. Die Geschichte des „Drei-Promille-Karl“, die vom „Kamikaze“ und von der „Henriette“ – allesamt Porträts unglaublicher Nervensägen – wirken ebenso überzeugend wie die vom „Geist des Blues“, der eines Tages unversehens im Kämmerlein des Autors auftaucht und ihm zuerst einmal gleich das Bier wegsäuft. Bei „My Babe She`s Gone“ stellt sich schnell heraus, dass der Sänger darüber nicht betrübt, sondern im Gegenteil recht glücklich ist, und die Doppelmoral von „Überzeigte Gegner samma“ ist ein Tritt ans Schienbein heuchlerischen Gutmenschentums.

Hörer aus der Region dürften dem Titelstück und auch dem „Dr. Faust“ besonderes Interesse entgegenbringen, denn hier thematisiert der „Lick“ zwei Persönlichkeiten, die mit der Geschichte seiner Heimatstadt in enger Verbindung stehen – wobei aber auch hier am Ende die Sache eine völlig überraschende Wendung nimmt.

„Frankensteins Jünger“ – eine restlos überzeugende Angelegenheit, die zwei höchst unterschiedliche Komponenten der Sprache und der Musik zusammen bringt, und das auf eine Weise, als wäre das die natürlichste Sache der Welt und nicht eine in höchstem Maße originelle Idee.

                    Donau Kurier, Karl Leitner

 

Ingolstadt, Dez. 2007

 

 

Frankenstein`s Jünger und Dr. Faust im

Mississippi-Delta

 

Blues Lick-Duo in der Neuen Welt

 

Helmut Licklederer kennt man als Solisten unter dem Namen Lick oder als Chef von Blues-Lick, als Liedermacher mit akustischer Gitarre oder Vorsteher eines dem Roots-Blues verpflichteten Ensembles. Doch was er auch tut, er singt erstens immer bayerisch, schreibt zweitens durch die Bank vorzügliche, witzig-ironische bis kritische Texte und thematisiert drittens mit rauer Stimme in seinen Songs recht gerne die Umtriebe leicht schräger Sonderlinge, Nervensägen und sonstiger Chaoten. Beim Konzert in der Neuen Welt präsentiert er sein neues Programm diesmal im Duo mit dem Gitarristen Matthias Inderst, ein Arrangement, das sehr gut klappt, weil sich die beiden musikalisch ideal ergänzen. Weil Licklederer derzeit eine neue CD aufnimmt, existieren jede Menge neuer

Songs, die es natürlich auch aufzuführen gilt. Aus seinem Henriette-Zyklus gibt es den Louisiana-Schorsch, dem seine Gattin seine Leidenschaft für den Blues gründlich austreibt, noch origineller allerdings ist die Tatsache, dass mit Frankensteins Jünger und Dr. Faust sich gleich zwei sagenumwobene Figuren aus der Ingolstädter Geschichte mit dem Licklederer`schen Mississippi-Blues ganz prächtig arrangieren. Aber auch Charly Zocker, der Blues Paule und der verarbeitete Crossroads-Mythos in "Alle guten Geister" kommen sehr gut an beim Publikum. Sollten sie alle tatsächlich auf dem neuen Album Platz finden, darf man sich auf den Erscheinungstermin wirklich freuen.

 

 

Zurücklehnen, Zuhören und Nachdenken

   - Helmut Licklederer (Lick) und Blues-Lick begeisterten in der Neuen Welt -

Ingolstadt (DK) Ein Doppelkonzert für Freunde von bodenständigem Blues und ausdrucksstarkem Songwriting boten Lick und Blues-Lick im Rahmen der Ingolstädter Musikszene. Viele Fans und und solche, die es werden wollten, erlebten einen ganz besonderen Abend in der Neuen Welt.

   Helmut Licklederer ist ein Beobachter und Poet, der es versteht, einen in sein Wohnzimmer mitzunehmen sich gemütlich zum Zuhören und Nachdenken zurückzulehnen und genießen. Geschichten, die das Leben schrieb oder immer noch schreibt stehen im Zentrum seines musikalischen Schaffens. So lernt das Publikum unter anderem den Lousiana-Schorsch kennen, der immer wieder verschwindet, die Paula, dessen ehemalige Ehefrau und ihre Schwester Henriette, die irgendwo dazwischen steht.

   Lick hat sich vorwiegend dem bayerischen -Mundart-Blues verschrieben, kommt aber genauso mit hochdeutschen Texten authentisch `rüber. Poetisch und gesellschaftskritisch bringt er Themen wie die dahinsiechende, vom Menschen übermäßig strapazierte Umwelt oder die Gefahren der Genforschung in einer gelungenen Symbiose aus Text und Musik zum Ausdruck.

 Den Song "Bleib wo du bist" hat er schon vor Jahren geschrieben, es sei beängstigend, wie er ständig an Aktualität gewönne: Die Frage, ob man ein Kind auf diese gefährliche Welt holen soll, in der man sich selbst nicht schützen kann und in ständiger Angst lebt, rührt im tiefsten Inneren.

   Zusammen mit Matthias Inderst (Gitarre), Klaus Jirges (Bass) und Heinz Eichiner (Drums) bekommt der zweite Teil des Abends musikalisch noch mehr Drive Rhythm&Blues, Boogie und Shuffle nehmen den kürzesten -Weg von den Ohren über das Herz in die Beine.

Die Zuhörer lernen Kamikaze kenne, einen verrückten Autofahrer, Charly Zocker mit dem unstillbaren Spieltrieb kommt als erdiger Swing mit vollem Sound daher und der Drei-Promille-Karl strotzt nur so vor griffigen Melodien über einem satten Groove.

 Dackel Hirmer hat mit seinem unverwechsel-baren Akkordeonspiel die Band am Ende um eine Klangfarbe erweitert, Nummern wie "Sie is ganga" und "Route 66" rundeten das Programm ab. Zum Abschied gab es Neues von Henriette, gerade von Louisiana-Schorsch verlassen, und die Mitsing-Hymne "Überzeigte Gegner samma", die in jedem Fall Kult-Potential besitzt.

                            Donau Kurier: Sandra-Isabell Knobloch

 

Eichstätter Kurier, 30. 06. 04

Gitarren und "Gschichten aus dem Leben"

Es passte · fast · alles beim Bayernblues-Abend mit Lick und Matthias Inderst im Kotterhof-Stadel in Böhmfeld: das bodenständige Bruchsteinmauern- und Holzbalkenambiente, das lässige Daheim-Wohlfühl-Auftreten der Künstler und die urbayerische Sprache. Wer jedoch "hagelbuachene" Musik als Abrundung vermutete, war auf dem Holzweg. Was die beiden Ingolstädter Künstler ihren E-Gitarren entlockten, noch dazu ohne Notenblatt, sprengte alle Erwartungen des zahlreichen, fleißig applaudierenden Publikums. Von Biertischmonologen und Dampfplauderei meilenweit entfernt waren auch die Texte, die Lick, der Balladendichter und Liedermacher "mit Leib und Seel", Philosoph, Karikaturist, Lachmuskelmasseur, Wortakrobat, Humorist, Psychologe, Gesellschaftskritiker und Umweltpate in einer Person, zum allgemeinen Ergötzen, aber auch zum tiefen Nachdenken zum Besten gab: "Gschichten aus dem Leben", die tatsächlich passiert sind, die er "tief in der Nacht" aufgeschrieben hat und aus denen man allerhand lernen kann.

Unvergleichlich spaßig, aber auch wieder sehr ernst, manchmal mit einem Hauch von Wehmut und Ironie versetzt, präsentierte Lick unter anderem den "Gerichtsvollzieher", einen kurzen Abstecher in die Zeit seines jugendlichen Leichtsinns, den "Louisiana-Schorsch", einen Kollegen mit ungewollter Musikeraussteigerkarriere, und seine verflossene "Henriette". Mit "Frankensteins Jünger" machte der ausdrucksstarke Textdichter aufmerksam auf die Gratwanderung bei der Genforschung, bei "Von den Bergen überall bis tief ins Tal" lagen ihm Natur und Umwelt am Herzen, der "Mir-keiner-Schuld-bewusst-Blues" gab Einblicke in die Alltagsgewohnheiten eines Arbeitsscheuen, und beim Lied "Route 66" träumte er davon, einmal neben ganz Großen auf der Bühne zu stehen. Etwas verschämt, aber gleichzeitig stolz gab Lick zu, mit "Ich brauche Dich!" sein einziges Liebeslied gedichtet zu haben und es auch singen zu können. Am Pranger standen Alkohol und Drogen bei "Überzeugter Gegner", und mit "Charly Zocker" erzählte er die Leidensgeschichte eines Glücksspielabhängigen.

Und immer wieder trafen sich die Blicke des "Singer-Songwriter-Duos Lick & Matthias Inderst", wurden stille Zeichen des Einvernehmens ausgetauscht, brauchte einer den anderen · zumal beim fliegenden Gitarrenwechsel, beim Kampf mit dem Kabelsalat, beim missglückten Umstöpseln · und das alles gewollt oder ungewollt mehr oder minder zwerchfellerschütternd. Was Lick verbal ausdrückte, mal "boarisch", mal in exaktem Hochdeutsch für "Dialektunkundige", was eine seiner Gitarren begleitete und auch mal die Mundharmonika dazu, das verflocht der versierte Sologitarrist Matthias Inderst geschickt mit virtuoser Lautmalerei. Die Besucher vergaßen die vorgerückte Zeit und die Kühle im Stadel und erklatschten sich Zugaben.

Anneliese Siebendritt

Donau Kurier, 19. 09. 03

Gelungene Reminiszenen an die eigene musikalische Vergangenheit

"Da ist zunächst der `Lick`, der diesmal absichtlich viele alte Stücke für sein Singer-Songwriter-Programm ausgewählt hat, Stücke wie `Abschiedsbrief` oder `Bleib wo du bist`, die aber überhaupt nicht antiquiert klingen, weil der Sänger und Gitarrist anscheinend vor Jahren schon ein glückliches Händchen für zeitlose Themen hatte. Recht ernst und nachdenklich ist er diesmal, der `Lick`, singt von Versprechungen, die nicht eingehalten werden, von Gestrauchelten und Existenzen am Rand der Gesellschaft, von Alpträumen angesichts täglicher Horrormeldungen.

Das apokalyptische `Nur ein Traum` war einst ein klassischer Protestsong, der seine Aktualität freilich bis heute nicht verloren hat, `Katzengold` ist wunderschön doppelbödig angelegt und in "Erinnerung" wird der `Lick` gar philosophisch. Aber was er auch anpackt, ob Balladen, ob Sprachpoesie, ob Satire oder Gesellschaftskritik – mit seiner souveränen Bühnenpräsenz nimmt man ihm alles ab. Es gelingt ihm mit und vielleicht auch gerade wegen dieser Songauswahl ein sehr intensiver Auftritt, der wegen der Texte und deren Substanz auch beim Publikum seine Wirkung nicht verfehlt."

Karl Leitner

 

Donau Kurier, 26. 07. 01

Sonderlinge, Spinner und sonstige Nervensägen: Erstklassige "Blues-Lick" in der Neuen Welt

Ingolstadt (DK) Satter, bodenständiger Sound, eine erstklassig eingespielte Band, die zwei bestens harmonierenden Gitarren von Matthias Inderst und Helmut Licklederer, eine tighte Backline mit Klaus Jirges am Bass und Heinz Eichinger am Schlagzeug · Bluesherz, was willst du mehr!

Hemdsärmelig und trocken rackern sich die alten Szenehasen von "Blues-Lick" in der voll besetzten Neuen Welt durch ihre Boogies, Shuffles und straffen Rocknummern, und bei den langsamen Balladen ist die Intensität ihrer Musik genauso spürbar wie bei den schnellen Stücken. Ja, die Jungs von "Blues-Lick" gehören zur Spitze der hiesigen Blues- und auch der gesamten Ingolstädter Musikszene.

Tolle Musik fürwahr, aber das ist ja nicht alles. Denn das Markenzeichen der Band ist natürlich ihr Frontmann, der "Lick" eben, der über eine der markantesten, ausdrucksstärksten und auch rauesten Stimmen der Szene verfügt, und diese auch vortrefflich einzusetzen weiß. Er ist eine wahre Bühnenpersönlichkeit, der die Leute nicht nur als Musiker packt und in seinen Bann zieht, sondern auch als Geschichtenerzähler. Das geht bei den Ansagen schon los. Der "Lick" ist einer der wenigen in der Szene, der begriffen hat, dass Zwischentexte Atmosphäre schaffen, wenn man sich vorher überlegt, was man nachher scheinbar spontan sagt. Und wie von selbst werden bei ihm Ansagen zu eigenen kleinen Geschichten und zudem zu perfekt passenden Überleitungen und Verbindungen zwischen den einzelnen Songs.

Um Sonderlinge, Spinner und Nervensägen geht's häufig bei ihm, um den "Kamikaze" etwa, der am Steuer nur ein einziges mal bremst, nämlich dann, wenn er da ist, wo er hinwollte. Oder um den "Drei-Promille-Karl", immer voller hochtrabender Pläne, aber im entscheidenden Moment hackedicht. Ob der Macho-Prolo in "Sie is ganga" oder das arme Schwein in "Henriette", ob die Poesie von "Route 66" oder die Zeitkritik in "Frankensteins Jünger" · immer kommt die Botschaft auf den Punkt, weil hier nicht nur Inhalt, sondern auch Form stimmen.

Denn der "Lick" ist ja auch ein hoch talentierter Reimer, der weit über das Niveau hinausgeht, das man sonst im doch oft zu sehr von Hausfrauenlyrik dominierten bayerischen Idiom gewohnt ist. "Blues-Lick" · eine Band auf ihrem Höhepunkt. In Bälde wird sie eine neue CD auf den Markt bringen, anschließend will der Chef sich anderen Projekten zuwenden, sagt er. Wofür wir ihm, der ja auch noch Solo-Performer ist, natürlich viel Glück wünschen. Aber löse um Gottes willen nicht die "Blues-Lick"-Band auf! Es wäre jammerschade, und wir wollen sie schließlich noch in solch eindrucksvoller Form hören.

 

 

 

Donau Kurier

" Witzig und humorvoll führt er mit kleinen Geschichten

in seine Stücke ein und entwickelt sich zunehmend auch

zum souveränen Entertainer."

 

Festival der Liedermacher, Bayreuth

"Wer Lick kennt, der weiß sowieso, dass er zu den ganz Großen in seinem Bereich gehört. Wer ihn noch nicht kennt, der wird es wissen, wenn er ihn (hoffentlich) gehört hat".

 

Hilpoltsteiner Volkszeitung

ROTH - "Viel Stoff zum Nachdenken und eine lässig -

entspannte Atmosphäre, so präsentierte sich der zweite

Tag der diesjährigen Bluestage mit dem Ingolstädter

Liedermacher und Bayerischen Blueser Lick. Seine

bayerisch bluesigen Geschichten bieten viel Nachdenkens

wertes. Das Publikum sparte nicht mit anerkennendem

Applaus."

 

Pfaffenhofener Kurier

"Ganz Profi, absolvierten Lick und sein Begleiter an der Sologitarre, Matthias Inderst, einen einwand- freien Auftritt, den auch die Zuschauer mit viel Applaus quittierten. ... Kurz gesagt ist Licks Musik eine, die nur so von Leben - im positiven Sinne - strotzt."

 

Regensburg

Stadtmagazin

logo

CD "Sekt und wuide Weiber"

"...wer Blues mit bayerischen Texten mag, dem sei diese

Neuveröffentlichung voll und ganz zu empfehlen..."

 

sound check

 

Lick - CD: Morgen ist`s vielleicht 1 Tag zu spät

"...Lick ist einer der Liedermacher, die es immer wieder schaffen, ihr Publikum durch Souveränität am Instrument und gleichzeitiger Vielfalt in Aussage und Darbietung zu gewinnen. So reicht sein musikalisches Repertoire von Songs und Balladen bis zu Bluespickings und Slidegitarre...

...Die anspruchsvollen Gitarrenklänge, gekonnten Sounds mit geistreichen Texten vermischt, regen zum Nachdenken an und drücken Dinge des Lebens aus, die jeder schon erlebt hat, die aber kaum ein anderer in solche Worte packen kann..."

 

Nordbayerischer Kurier

"Ungewöhnliche Themen beschäftigen den Liedermacher,

Frankenstein verfolgt ihn, und auch mit seiner Meinung

über Alkoholexzesse hält er nicht hinter dem Berg. Sein

Dialekt und der unverwechselbare gesellschaftskritische

Stil seiner Lieder rechtfertigten ohne Zweifel sein Auftreten

im Kreis der Liedermacher."

 

NEUMARKT - "... `Bayerisch Unplugged` wandert Lick durch die Alltäglichkeit, bekommt den Blues, spielt den selbigen, beschreibt sein Umfeld so, wie ihm der Schnabel gewachsen ist".

 

Hilpoltsteiner Kurier

ROTH - "Ganz egal, ob Lick von `Frankenstein`s Jünger`

sang, die an Genen herumbasteln und `Glieder verpflanzen`

oder fetzigen Boogie vom `Kamikaze-Fahrer` anstimmte, stets

verstand es der Ingolstädter Liedermacher, der ähnlich wie

Willy Michl konsequent im oberbayerischen Dialekt singt,

den `ganz normalen Wahnsinn` im Leben wiederzuspiegeln,

den die meisten täglich am eigenen Leib verspüren."

 

megazIN

 

Bayerisch gemütlich und südstaatlich groovend -. Ingolstadt`s Liedermacher Lick hat sich mit einer örtlichen `Supergroup` zu Blues-Lick vergrößert. Mit der Debüt-CD `Sekt und wuide Weiber` liefert die Band eine reife Leistung: Ein lockerer Shuffle hier, eine angerockte Blues-Spielerei da, alles relaxt und down to earth, ohne Gimmicks, aber mit Seele und Spaß."

 

Donau Kurier

"Der `Lick` hat einfach das Talent, Geschichten zu erzählen.

Und das ist wichtig, will man als Texter gerade im bayerischen

Idiom nicht aufgesetzt oder platt wirken. Viele der sprachlich

kompetent und geschickt konstruierten Texte bieten zwei

Verständnisebenen, nämlich die vordergründig handlungs-

bezogene und eine eher verdeckte, die die eigentliche Kern-

aussage beinhaltet. Wer so arbeitet, vermeidet den oft für

Außenstehende unverständlichen Seelenstriptease ebenso

wie Oberflächlichkeit."                                                lei

 

 

 

 
 
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© 2008 blues lick

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